Erfolgsgeschichte: Vom Koch zum Sous-Chef – Philipp Thalmann im Burehuus

Philipp Thalmann ist heute Sous-Chef im Restaurant Burehuus in Thun. Seine Geschichte bei den Hauenstein Hotels begann jedoch bereits einige Jahre früher – im Belvédère Strandhotel in Spiez.
Sein beruflicher Weg verlief nicht geradlinig. Philipp verliess das Belvédère, sammelte Erfahrungen in anderen Küchen und kehrte später wieder zurück. Mehr als einmal. Schliesslich führte ihn sein Weg innerhalb der Hauenstein Hotels weiter ins Burehuus, wo aus einem neuen Anfang Schritt für Schritt eine Führungsaufgabe wurde.
Es ist eine Geschichte über Umwege und Rückkehr. Über zwei Küchenchefs, die ihn entscheidend geprägt haben. Und über das Vertrauen, das Philipp brauchte, um seinen eigenen Weg als Koch zu finden.
Wie sein heutiger Arbeitsalltag aussieht und was er am Burehuus sowie an den Hauenstein Hotels besonders schätzt, erzählt Philipp im Video gleich selbst.
Philipp Thalmann erzählt von seinem Arbeitsalltag als Sous-Chef im Restaurant Burehuus, dem Zusammenhalt im Team und dem Arbeiten bei den Hauenstein Hotels.
Das Belvédère als roter Faden
Philipps erste längere Station bei den Hauenstein Hotels begann 2019 im Belvédère Strandhotel in Spiez. Dort lernte er die Abläufe einer grossen Hotelküche kennen und arbeitete unter Küchenchef Marco Hächler.
Das Belvédère wurde für Philipp jedoch nicht einfach zu einer abgeschlossenen Station im Lebenslauf. Als das Hotel umgebaut wurde, führte ihn sein Weg zunächst in andere Gastronomiebetriebe. Nach der Wiedereröffnung fragte ihn Marco Hächler, ob er zurückkehren wolle.
Für Philipp war die Antwort klar: Natürlich würde er zurückkommen.
Auch später verliess er das Belvédère nochmals. Während der Corona-Pandemie leistete er mehrere Monate einen Militäreinsatz und unterstützte die Versorgung während dieser aussergewöhnlichen Zeit. Danach arbeitete er in einem Gastronomiebetrieb in Hilterfingen.
Doch die Verbindung nach Spiez blieb bestehen. Der Kontakt zu den Menschen im Belvédère riss nie ab und Philipp kehrte erneut zurück.
So wurde das Hotel über mehrere Etappen hinweg zu einem roten Faden seiner beruflichen Entwicklung. Bei jeder Rückkehr brachte Philipp neue Erfahrungen mit. Gleichzeitig traf er auf Menschen, die ihn kannten, seine Entwicklung verfolgten und ihm etwas zutrauten.
Mit vielen ehemaligen Kolleginnen und Kollegen aus dem Belvédère steht er bis heute regelmässig in Kontakt.

Ein Mentor, der ihn nicht immer schonte
Besonders geprägt wurde Philipp während dieser Zeit von Marco Hächler.
Philipp spricht offen darüber, dass es Momente gab, in denen er nicht sicher war, ob er langfristig Koch bleiben wollte. Marco verlangte viel von ihm. Er machte ihm den Arbeitsalltag nicht immer einfach und forderte ihn konsequent heraus.
Gleichzeitig erlebte Philipp ihn als fairen Küchenchef, der sein Potenzial erkannte und immer wieder versuchte, mehr aus ihm herauszuholen.
«Er war ein strenger Chef, aber ein fairer. Zu einem grossen Teil bin ich heute der Koch, der ich bin, dank ihm.»
Diese Zeit formte nicht nur Philipps fachliche Fähigkeiten. Sie beeinflusste auch seine Haltung zur Arbeit. Er lernte, sich durch schwierige Phasen zu kämpfen, Verantwortung zu übernehmen und sich nicht mit der erstbesten Lösung zufriedenzugeben.
Heute bezeichnet er Marco Hächler als einen seiner wichtigsten beruflichen Mentoren.
Manchmal zeigt sich gute Führung nicht darin, jemandem den einfachsten Weg zu ermöglichen. Manchmal zeigt sie sich darin, einen Menschen so lange zu fordern, bis er selbst erkennt, was in ihm steckt.

Der Wunsch nach einem neuen Kapitel
Nach mehreren Jahren und verschiedenen Etappen im Belvédère spürte Philipp, dass es Zeit für eine Veränderung war.
Die Küchenleitung im Hotel wechselte und gleichzeitig wuchs bei ihm der Wunsch, nochmals eine andere Art von Betrieb kennenzulernen. Er wollte sich weiterentwickeln, ohne die Verbindungen und Erfahrungen seiner bisherigen Laufbahn hinter sich zu lassen.
Sein nächster Schritt begann ausgerechnet mit einem Teller Leberli mit Rösti.
Philipp besuchte das Restaurant Burehuus und lernte dabei die Küche von Frank Noordhoek kennen. Die Leberli beeindruckten ihn so sehr, dass er noch heute davon erzählt.
«Ich hatte vorher noch nie so gute Leberli. Heute mache ich sie genau so, wie ich es von Frank gelernt habe.»
Es blieb nicht bei diesem einen Essen. Philipp und Frank trafen sich mehrmals und sprachen über eine mögliche Zusammenarbeit.
Dabei erkannte Philipp in Frank etwas, das ihm aus seiner Zeit mit Marco Hächler bekannt vorkam: einen Küchenchef mit klaren Vorstellungen, hohen Ansprüchen und einer direkten Art.
Aus den Gesprächen entstand schliesslich eine neue berufliche Perspektive.
Philipp verliess das Belvédère – aber nicht die Hauenstein Hotels. Statt die Unternehmensgruppe zu wechseln, wechselte er intern ins Restaurant Burehuus.
Für Philipp war das ein entscheidender Vorteil. Er konnte etwas Neues beginnen, ohne seine bisherigen Erfahrungen und Beziehungen hinter sich zu lassen. Was er im Belvédère gelernt hatte, nahm er mit nach Thun. Gleichzeitig öffnete sich ihm eine kleinere, familiärere Küchenwelt mit neuen Aufgaben und einem neuen Team.

Ein Wechsel, bei dem das Wissen erhalten bleibt
Ein interner Wechsel bedeutet mehr als eine neue Uniform oder einen anderen Arbeitsort.
Philipp brachte Erfahrungen aus einer grossen Hotelküche ins Burehuus mit. Er kannte unterschiedliche Abläufe, Arbeitsweisen und Anforderungen. Dieses Wissen blieb innerhalb der Hauenstein Hotels und konnte in einem anderen Betrieb weiterwirken.
Umgekehrt lernte Philipp im Burehuus eine Küche kennen, in der die Wege kürzer und die Zusammenarbeit besonders direkt sind. Im kleineren Team trägt jede Person sichtbar zum gemeinsamen Ergebnis bei.
Genau dieser Austausch ist für Philipp eine Stärke der Hauenstein Hotels. Mitarbeitende müssen sich nicht zwingend ausserhalb der Gruppe umsehen, wenn sie eine neue Herausforderung suchen. Verschiedene Betriebe bieten unterschiedliche Arbeitsumfelder und Entwicklungsmöglichkeiten.
Auch nach seinem Wechsel blieb Philipp mit den anderen Küchen verbunden. Er half bereits im Deltapark Vitalresort und im Erlebnisland Grizzlybär aus. Dadurch lernte er weitere Teams und Küchen kennen und konnte Erfahrungen über die einzelnen Betriebsgrenzen hinweg weitergeben.
Was im Belvédère funktioniert, kann eine Idee für das Burehuus sein. Was im Burehuus bei den Gästen gut ankommt, kann wiederum für einen anderen Betrieb interessant sein.
So entsteht aus mehreren eigenständigen Häusern ein gemeinsames Netzwerk.

Frank als zweiter wichtiger Mentor
Auch der Start im Burehuus war für Philipp nicht einfach nur bequem.
Frank forderte ihn von Beginn an. Er beobachtete genau, wie Philipp arbeitete, wie er mit Verantwortung umging und ob er bereit war, sich weiterzuentwickeln.
Mit der Zeit entstand Vertrauen.
Besonders sichtbar wurde dieses Vertrauen am Saucier-Posten. Es ist der Bereich, in dem Philipp am liebsten arbeitet – und gleichzeitig ein Posten, den auch Frank selbst besonders gerne führt.
Trotzdem überliess er Philipp diese Verantwortung.
Für Philipp war das ein wichtiges Zeichen. Frank hatte gesehen, dass er sein Bestes gab und bereit war, einen anspruchsvollen Posten selbstständig zu übernehmen.
So wurde auch Frank zu einem Mentor: nicht auf dieselbe Weise wie Marco Hächler, aber mit einer ähnlichen Verbindung aus hohen Erwartungen, direkter Rückmeldung und wachsendem Vertrauen.
Aus Philipps Einstieg als Koch wurde nach kurzer Zeit die Position als Chef de Partie. Seit Anfang 2026 unterstützt er die Küchenleitung als Sous-Chef.
Die Beförderung ist dabei nur der sichtbare Teil seiner Entwicklung. Entscheidender ist, was dahintersteht: jemandem Verantwortung zu übergeben, ihm Freiraum zu lassen und gleichzeitig da zu sein, wenn Unterstützung benötigt wird.

Raum für eigene Ideen
Dieses Vertrauen zeigt sich im Burehuus nicht nur bei der Verteilung der Posten.
Philipp und seine Kollegen erhalten auch die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen. Auf einer zusätzlichen Speisekarte können neue Gerichte ausprobiert und den Gästen angeboten werden.
So entstand beispielsweise ein Randen-Couscous, den Philipp und das Team testeten. Das Gericht kam bei den Gästen gut an und zeigte, wie aus einer eigenen Idee ein Teil des Angebots werden kann.
Für Philipp sind solche Möglichkeiten wichtig. Sie bringen Abwechslung in den Küchenalltag und erlauben es den Mitarbeitenden, ihre eigene Handschrift einzubringen.
Man lernt dadurch nicht nur, ein bestehendes Gericht möglichst genau nachzukochen. Man lernt auch, eine Idee zu entwickeln, sie umzusetzen, Rückmeldungen anzunehmen und sie weiterzuverfolgen.
Genau darin liegt für Philipp ein grosser Reiz seines Berufs:
«Man lernt jeden Tag etwas Neues.»

Erfolg muss nicht geradlinig sein
Philipps Weg zeigt, dass eine Erfolgsgeschichte nicht immer aus einer lückenlosen Abfolge von Beförderungen bestehen muss.
Manchmal gehören Unterbrüche dazu. Manchmal muss man einen Betrieb verlassen, um neue Erfahrungen zu sammeln. Und manchmal führt der richtige Weg zurück an einen Ort, den man bereits kennt.
Philipp war mehrmals im Belvédère tätig. Er arbeitete zwischendurch in anderen Betrieben, leistete während der Pandemie einen Militäreinsatz und kehrte anschliessend nochmals in die Hotellerie zurück. Später entschied er sich bewusst für einen internen Wechsel ins Burehuus.
Jede dieser Stationen hat etwas zu seiner heutigen Rolle beigetragen.
Im Belvédère lernte er, sich in einer grossen Hotelküche zu behaupten. Marco Hächler forderte ihn in einer Phase, in der Philipp selbst noch nicht sicher war, wohin ihn sein beruflicher Weg führen würde.
Im Burehuus fand er ein familiäreres Umfeld. Frank Noordhoek übertrug ihm Verantwortung und gab ihm die Möglichkeit, sich vom Koch über den Chef de Partie bis zum Sous-Chef weiterzuentwickeln.
Dazwischen lagen Erfahrungen, die vielleicht nicht Teil eines perfekten Karriereplans waren – aber gerade deshalb wichtig wurden.
Ein Ort, an den man gerne kommt
Im Gespräch über seine Arbeit spricht Philipp häufig über Vertrauen, Respekt und das Miteinander.
Die Vergünstigungen und Angebote für Mitarbeitende schätzt er sehr. Für seine langfristige Verbundenheit mit den Hauenstein Hotels ist jedoch etwas anderes entscheidend: das Gefühl, gehört zu werden und sich einbringen zu dürfen.
Im Belvédère fand er Menschen, zu denen der Kontakt auch nach einem Weggang bestehen blieb. Im Burehuus fand er einen Küchenchef, der ihm einen anspruchsvollen Posten anvertraute, und ein Team, in dem Probleme direkt angesprochen werden können.
Seine Geschichte handelt deshalb nicht nur davon, wie Philipp Sous-Chef wurde.
Sie handelt davon, wie wichtig die richtigen Menschen im richtigen Moment sein können. Von Küchenchefs, die Potenzial erkennen. Von einem Unternehmen, innerhalb dessen ein Wechsel möglich ist. Und von einem Mitarbeiter, der bereit war, sich immer wieder auf eine neue Herausforderung einzulassen.
Vielleicht beschreibt Philipp selbst am besten, was für ihn daraus entstanden ist:
«Es ist nicht so, dass man zur Arbeit muss – man will auch.»













