Was ist das Besondere an den Hauenstein Hotels?

Ihre Hotelwelt ist die Region Thunersee. Hier führen sie unter anderem drei Hotels und sieben Restaurants sowie eine Rehabilitationsklinik. Peter Hauenstein hat viele Millionen investiert. Jetzt führen seine Töchter Nathalie und Andrea das Unternehmen weiter.
Nathalie Hauenstein, Sie sind für die Hotels und Restaurants der Hauenstein Gruppe verantwortlich. Sagen Sie mir: Wodurch zeichnen sich Ihre Hotels besonders aus?
Nathalie: Die Betriebe der Hauenstein Hotels sind eigenständige Hotels und Restaurants mit unterschiedlichen Betriebskonzepten. Die vereinenden Elemente sind die Verwurzelung in der Region, die hervorragenden Standorte und das gemeinsame Ziel, qualitativ hochwertige Gastronomie- und Hotelleistungen am Thunersee anzubieten.
Sie, Nathalie, haben den Hotels und Restaurants in den letzten Jahren viele neue Inputs gegeben.
Es ging mir in den letzten fünf Jahren darum, den Fokus auf die gruppenübergreifende Zusammenarbeit zu legen. Wir haben neue Strukturen geschaffen und Synergien genutzt, ohne dass die Betriebe ihre Teilautonomie verloren haben. Auf dieser Grundlage sollen die Betriebe jetzt laufend optimiert und weiterentwickelt werden.
Alle Hauenstein Hotels werden künftig die gleichen Betriebskonzepte haben.
Nathalie: Nein, ganz im Gegenteil. Die Betriebe werden unterschiedlich sein. Andrea: Der rote Faden findet eher «hinter den Kulissen» statt und betrifft vor allem administrative Prozesse.
Ihre Hotelgruppe besteht heute aus zwei Restaurants (Restaurant Burehuus, Thun und Landgasthof Grizzlybär, Längenbühl) und drei Hotelbetrieben (Deltapark Vitalresort, Thun / Gwatt, Belvédère Strandhotel, Spiez und Solbadhotel, Sigriswil). Was sind denn konkret die Gemeinsamkeiten der drei Hotels?
Nathalie: Unsere gemeinsame und übergeordnete Vision der Hauenstein Gruppe lautet: Wir realisieren Lebens(t) räume. Unser Ziel ist es, hochklassige Gastronomie- und Hotelleistungen rund um den Thunersee anzubieten und diese laufend weiterzuentwickeln. Alle Hotels liegen an einzigartigen Standorten am Thunersee mit Blick auf den See und die Berge. Alle Betriebe bieten Erholung und Genuss und eine moderne und umfassende Infrastruktur: Wellness, Seminarangebote, Restaurants, Bars …
Ihr Motto im Seminarhotel-Bereich lautet: «Tagen, wo andere feiern oder Ferien machen.»
Nathalie: So ist es. Und das alles in bester Aussichtslage und in inspirierender und entspannender Umgebung. Wir setzen zudem auf eine hohe Dienstleistungsqualität. Der Gast steht bei uns im Mittelpunkt – und wir gehen auf die Bedürfnisse und Rückmeldungen der Gäste ein.
Was tun Sie für Ihre Mitarbeitenden, sodass diese stets motiviert sind und Ihre Grundsätze umsetzen?
Nathalie: Es herrscht bei uns «Chancengleichheit für alle». Wir investieren laufend in die Zukunft unserer Mitarbeitenden und bilden auch Lernende in verschiedenen Berufen aus.
Ihre Hotels und Restaurants sind regional stark verwurzelt.
Nathalie: Ja, wir bevorzugen regionale oder zumindest Schweizer Rohprodukte und Lieferanten. Und wir achten auch auf kurze Anfahrtswege. Ein weiteres Beispiel: Wir kämpfen aktiv gegen Food-Waste.
Im November haben Sie das «Zepter» an Ihre beiden Töchter und Geschäftsführer Daniel Eschmann übergeben. Ziehen Sie sich jetzt in die Karibik oder zumindest in die Hängematte am Thunersee zurück?
Peter: Ich besitze keine Hängematte.
Nathalie: Er hat einen Liegestuhl …
Peter: Ich bin da und stehe zur Verfügung, wenn man mich fragt. Ich helfe sehr gerne. Dann komme ich gelegentlich auch ins Büro.
Mal ganz ehrlich, Peter Hauenstein: Können Sie wirklich loslassen?
Diese Frage müssen andere beantworten. Warum soll ich mich einmischen, wenn die andern einen guten Job machen? Für meinen Vater war es viel schwieriger, loszulassen, denn er begann damals, 1954, bei null. Das Unternehmen war sein Lebenswerk.
Nathalie und Andrea Hauenstein, wie fühlen Sie sich als verantwortliche Managerinnen und Macherinnen der Hauenstein Gruppe?
Nathalie: Ich gebe zu, in Zeiten einer Krise und des steten Wandels ist so eine Aufgabe nicht immer einfach. Ich bin aber motiviert und schätze es, ein gutes Team an meiner Seite zu wissen. Andrea: Es ist eine spannende und nicht ganz kleine Herausforderung. Doch es ist spannend und macht Freude, mit den richtigen Leuten im Boot zu sitzen.
Nathalie, Andrea und Peter Hauenstein, vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg!













