Hinter der Captain’s Bar: Roger Weischede nimmt uns mit in seine Welt
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Wer ist Roger, wenn gerade kein Shaker in der Hand ist
Wenn Roger sich nicht als Bartender vorstellt, beschreibt er sich als das, was ihn am stärksten erdet: Familienvater von zwei kleinen Mädchen. Kochen und Drinks bleiben gerne trotzdem Teil seines Alltags und wenn mal etwas mehr Zeit übrig ist, ist er auf seinem Motorrad zu finden.
Was ihn an der Barwelt gepackt hat
Bei der Frage was Roger ursprünglich an der Bar fasziniert hat, nennt er vier Wörter, die wie ein Kompass wirken: Passion, Leidenschaft, Professionalität und Teamgeist. Ein wichtiger Startpunkt war sein Ausbilder - damals Chef de Bar im Park Hotel Vitznau, der ihn in die Bar eingeführt hat. Heute begeistert ihn an seinem Beruf besonders, wie grenzenlos das Feld inzwischen ist: Es gibt Kombinationsmöglichkeiten ohne Ende und eine Community, die durch die sozialen Medien näher zusammengerückt ist und sich gegenseitig mit neuen Ideen inspiriert.

Der Weg des Bartendern - Rückenwind statt Vorbehalte
Als Roger seinen Eltern erzählte, dass er Bartender werden möchte, gab es keinen Widerstand. Beide Eltern waren selbstständige Gastronomen und begegneten ihm deshalb von Anfang an mit Verständnis für seine Entscheidungen. Im Job lernte er, wie belastbar er sein kann, aber auch, wo seine Grenzen liegen. In stressigen Momenten hilft ihm Meditation, wieder ruhig zu werden und bei sich anzukommen.
Im ersten Moment nehmen es die Gäste kaum wahr, aber der unsichtbare Schlüssel eines erfolgreichen Arbeitstages ist, wenn die Zusammenarbeit im Team richtig gut lief, erzählt Roger. Zwischen Bar und Gast ist es ein Geben und Nehmen - wenn die Gäste merken, dass jemand in seiner Berufung aufgeht, lassen sie sich automatisch in die Stimmung aufsaugen.
Roger's Signature Drink - Crazy Pear
Oft entstehen neue Drinks, weil neue Produkte auftauchen – oder weil etwas nicht verfügbar ist und man kreativ werden muss. Der schönste Auslöser überhaupt: wenn Gäste sagen: „Überrasch mich.“
Roger's Signature Drink war aber kein Zufall, sondern entstand aus einem ehrgeizigen Ziel: der Vorbereitung auf die Schweizer Cocktail-Meisterschaft. Das Konzept: einen Mocktail zu kreieren, der alle Geschmackssinne anspricht – süss, sauer, salzig, bitter und scharf in einem Glas. So entstand sein Signature Drink "Crazy Pear" für den Roger eine Auszeichnung von der Swiss Barkeeper Union für den besten Mocktail gewann.
Zutaten:
- 2.5 cl Birnensirup
- 2 cl Salzkaramellsirup
- 3 cl Zitronensaft
- 10cl Ginger Beer
- 1x Ingwer + Birnenschnitz für die Deko
Zubereitung:
- Longdrinkglas (wenn möglich) vorkühlen und dann bis oben mit Eis füllen.
- Birnensirup, Salzkaramellsirup, Zitronensaft und Sanbitter ins Glas geben.
- Kurz umrühren, damit sich die Sirupe vollständig lösen.
- Mit Ginger Beer auffüllen und nur sanft 1–2 Mal rühren (so bleibt die Kohlensäure lebendig).
- Mit Ingwer und Birnenschnitz garnieren.
Cocktail Variante:
Wer den Mocktail als Cocktail geniessen möchte, ergänzt die restlichen Zutaten jeweils um 0.5 cl und fügt 4 cl weissen Rum hinzu.
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Die Captain's Bar
Ein Ort hoch über der Spiezer Bucht, der Architektur und Aussicht so verbindet, dass man automatisch langsamer wird: die Captain’s Bar im Belvédère Strandhotel. Das Interieur ist einem Schiff nachempfunden – mit Teakholzboden, liebevollen Details und einer bugförmigen Terrasse, die den Blick Richtung See trägt. Wer einmal draussen sitzt und die Aussicht erlebt, versteht sofort, warum sich dieser Platz wie Ferien anfühlt – selbst wenn es „nur“ ein kurzer Abstecher nach Feierabend ist.
Auch drinnen bleibt das Panorama ganz nah: Die grossen Fensterfronten holen Thunersee, Spiezer Bucht und Bergkulisse an den Tisch, selbst an kühleren Tagen. Am Nachmittag passt die Captain’s Bar genauso gut für Kaffee und Kuchen wie für einen entspannten Apero, und wenn der Abend kommt, wird aus der Stimmung ein kleines Ritual: ankommen, Platz nehmen, zurücklehnen. Dazu ein Drink, der prickelt, überrascht oder einfach genau richtig ist – gerne auch alkoholfrei.
Ob After-Work mit Stil, ein Date bei Sonnenuntergang, ein spontaner „Wir stossen kurz an“-Moment oder ein Abend, der länger wird als geplant: Die Captain’s Bar ist für diese Augenblicke gemacht. Also warum warten? Ein Platz auf der Terrasse (oder am Fenster), ein Blick über den See – und das Gefühl von „Wir bleiben noch.“
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